19 Okt 09

Die Porträt Malerei zählt zu den modernen Genres. Im Altertum und Mittelalter war die Porträt Malerei noch unbekannt. Sie konnte sich erst entwickeln, als die Gesellschaft weniger starr organisiert war und sich gegenüber vielerlei Einflüssen öffnete. Mit dem Zeitalter der Renaissance, die dem Individuum Raum und Kontur gab, blühte die Porträt Malerei auf.
Die Mona Lisa – das bekannteste Porträt
Von Florenz aus trat die Porträt Malerei ihren bis heute ungebrochenen Siegeszug an. Das bekannteste malerische Porträt jener Zeit hat der Universalkünstler Leonardo da Vinci (1452-1519) geschaffen, die „Mona Lisa“ (1503-06). Dieses zauberhafte Porträt einer unergründlich Lächelnden steht im Louvre in Paris und ist das wohl bekannteste und auch wertvollste Gemälde der Neuzeit.
Das Porträt der Spätrenaissance trug dann auch manieristische Züge. So schuf Giuseppe Arcimboldo (1526-1593) originelle Porträts aus gemalten Früchten, Gemüse und sogar Büchern.


Familienleben und Kinderbilder

Eine klare Porträt Malerei kam dann im 18. Jahrhundert auf. Das Familienleben spielt als Bildmotiv eine große Rolle, erstmals wurden Kinder porträtiert. Wunderschöne Porträts schufen in der deutschen Malerei zu jener Zeit etwa Friedrich August Tischbein (1750-1812), Daniel Nikolaus Chodowiecki (1726-1801) und Philipp Otto Runge (1777-1810).
Licht und Schatten, wilde Farbigkeit
Impressionismus und Jugendstil suchten das Porträt im Freien. Licht und Schatten umspielen die Porträtierten, florale Motive umrahmen die luftigen Bilder. Die impressionistischen Porträts eines Edouard Manet (1832-1883) von der Pariser Gesellschaft sind unübertroffen.
Sinnlichkeit, Bewegung und sprühende Farbigkeit zeichnet die Porträt Malerei nach 1900 aus. Künstlergemeinschaften wie die „Brücke“ in Dresden und Berlin oder „Der Blaue Reiter“ in München sorgten für Furore und auch für den einen oder anderen Skandal.


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